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Menschen im Museum Barberini

By MBS

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Seit der Eröffnung des Museums Barberini im Januar 2017 hat Potsdam einen neuen Besuchermagnet: Mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky gelingt auf Anhieb ein fulminanter Auftakt mit großer Publikumsresonanz.

Auf Grundlage der Sammlung des SAP-Gründers Prof. Hasso Plattner werden Wechselausstellungen in Kooperation mit den renommiertesten Museen weltweit gezeigt.

Dafür wurde das im 2. Weltkrieg zerstörte Palais Barberini an historischer Stelle am alten Markt rekonstruiert. Das ehemals fünfstöckige Gebäude wurde nach dreijähriger Bauzeit innen in drei Ausstellungsebenen aufgeteilt; dadurch ermöglicht die neue Raumhöhe ein beeindruckendes Ambiente für eine lichtoptimierte Präsentation der Werke.

Bild im Hintergrund oben: Emil Nolde: Haus im Schnee ©Foto: MBS

Wie schon Max Liebermann mehr als ein Jahrhundert zuvor ist auch Hasso Plattner leidenschaftlicher Sammler französischer Impressionisten. Weiterhin umfasst seine Kollektion amerikanische Moderne, Kunst der DDR sowie Malerei ab 1989. Künstlerische Influencer wie Gerhard Richter, Andy Warhol und Joan Mitchell werden korrespondierenden Werken in spannender Art und Weise gegenübergestellt.

Inhaltlich werden die Ausstellungen mit der ‘Barberini Smart Wall’ im 2. Stock ergänzt; das Barberini nutzt die technologische Software-Kompetenz SAPs, um detailliertere und digitalisierte Ergänzungen zu den Werken zu ermöglichen. So dokumentierte der Fotograf Christoph Irrgang die Entstehungsorte der ausgestellten Werke im heutigen Zustand; auch diese Gegenüberstellung verdeutlicht, dass die Impressionisten die Realität mit einem Höchstmaß an Abstraktion widerspiegeln. Weitere informative Hintergründe werden sowohl großflächig auf der Wall als auch in der iPad Barberini App multimedial visualisiert. 

Bild oben: Max Liebermann: Biergarten in Laren, 1903 ©Foto: MBS

Die Ausstellung Klassiker der Moderne zeigt ein breites Spektrum beginnend mit Werken der 1890er Jahre über den französischen und deutschen Impressionismus, der Kunstrichtung des Fauvismus bis hin zur neueren ungegenständlichen Malerei. Die Anordnungen in den 17 Sälen verdeutlichen die diversen Entwicklungslinien der Malerei.

Bild unten rechts: Edvard Munch: Mädchen auf der Brücke (Ausschnitt), 1902, Privatsammlung

Heutzutage für ihre besondere Farbintensität und Emotionalität berühmt endete die erste Ausstellung Munchs in Berlin 1892 mit der Schließung der ‘abstoßenden’ Ausstellung.  

Bild oben links: Rufino Tamayo: Kinder, die mit dem Feuer spielen (Ausschnitt), 1947, Privatsammlung

Bild oben rechts: Wolfgang Mattheuer: Jahrhundertschritt, 1984 ©Foto: MBS

Als Vertreter der ‘Leipziger Schule’ wies Mattheuer mit seiner Darstellung einer entfesselten Bewegung auf gesellschaftliche Widersprüche des 20. Jahrhunderts hin.

Bilder oben & unten links: Auguste Rodin: Der Denker, 1880 ©Fotos: MBS

Die Plastik stellt den Dichter der Göttlichen Komödie Dante Alighieri dar.

Bild oben rechts: Wolfgang Joop, Eröffnung Museum Barberini. ©Foto: Franziska Krug

Monet und Rodin wurden 1889 schon einmal zusammen in Paris ausgestellt. Rodin übernahm impressionistische Prinzipien der Lichtbrechung für seine Skulpturen. 

Das Styling für einen Besuch im Museum soll sowohl stilvoll sein, aber auch längere Rundgänge bequem gestalten. Modische Sneaker sind deshalb oft die erste Wahl für einen Ausstellungsbesuch, schick und bequem zugleich ergänzen sie farblich passend zum Look das Outfit.

Bild oben rechts: Edvard Munch: Frau vor dem Spiegel (Ausschnitt), 1892, Privatsammlung

Bild oben links: Wassily Kandinsky: Weißer Klang (Ausschnitt), 1908, Privatsammlung

Das Weiß klingt wie Schweigen, welches plötzlich verstanden werden kann. Es ist ein Nichts, welches jugendlich ist oder, noch genauer, ein Nichts, welches vor dem Anfang, vor der Geburt ist.’ Kandinsky, Wassily: Über das Geistige in der Kunst, 1911.

Bild oben rechts: Das Barberini lädt auch in Berlin mit zwei großflächigen Fassadenbildern zum Besuch ein. An der Brunnenstrasse 184 ist Weißer Klang von Kandinsky abgebildet. #barberiniwalls #streetart ©Foto: MBS

Bild unten: Dr. Angela Merkel, Friede Springer, Dietmar Woidke und Matthias Platzeck bei der Eröffnung des Museums Barberini. ©Foto: Franziska Krug

Bild oben links: Claude Monet: Les Petites-Dalles bei Ebbe (Ausschnitt), 1884, Privatsammlung

Für die Impressionisten Monet, Sisley, Pissarro und Caillebotte war die Freilichtmalerei das wichtigste Thema. Mit damals neuen künstlerischen Techniken machten sie eine individuelle Wahrnehmung von Licht und Natur möglich. Sehen und Empfinden des Moments in besonderen Lichtstimmungen und Wetterphänomenen werden so auch heute noch erfahrbar. 

Bild im Hintergrund oben rechts: Alfred Sisley, Steinbrüche in Veneux in der Sonne – Der Morgen, 1880 ©Foto: MBS

Anhand der Anordnung der Werke in Themenräumen werden Themenschwerpunkte wie Wasser, Meer, Jahreszeiten, ländliche Arbeitsumgebungen, Spiegelungen auf dem Wasser, idyllische Gärten etc. ersichtlich. Die Themengruppierungen verdeutlichen, dass die Impressionisten zumeist nicht spontan, sondern planvoll malten. 

Bild unten: Claude Monet: Seerosenteich (Ausschnitt), 1904, Denver Art Museum

Die von Monet sogenannten ‘Reflexlandschaften’ werden im Laufe der späteren Jahre großflächiger, verzichten auf einen Horizont, zeigen aber horizontale und vertikale Strukturen. Durch die besondere Farbkomposition der Blüten werden diese Strukturen ansprechend aufgelockert. 

Bild oben: Claude Monet: Seerosen ©Foto: Helge Mundt

Bild im Hintergrund unten: Claude Monet: Steilküste von Aval, 1885 ©Foto: MBS

Bild im Hintergrund oben rechts: Gustave Caillebotte: Fischer auf der Seine, 1888 ©Foto: MBS

Im Vergleich zur historischen Ansicht wird deutlich, dass die Rekonstruktion des Palais Barberini gelungen ist und der ‘Alte Markt’ nun wieder in altem Glanz erstrahlt.

Auch bei den beiden Damen oben setzen Accessoires wie Halstücher farbliche Highlights.

Weiterführende Informationen zu geplanten Ausstellungen, Öffnungszeiten etc. finden Sie auf der Webseite des Museums Barberini.

Bild unten: Claude Monet: Palazzo Contarini ©Foto: MBS

Die nicht extra gekennzeichneten Bilder werden mit freundlicher Genehmigung des Museums Barberini gezeigt.

Der Stifter, Mäzen und SAP-Gründer Prof. Hasso Plattner erläutert im Video1 seine Vision für Potsdams neues Kunstmuseum Barberini und welche Aspekte ihm bei der Auswahl für seine Sammlung wichtig sind. Nicht nur das Barberini wird von einer Frau geleitet, seit Mai 2019 besteht auch der Vorstand des erfolgreichsten deutschen DAX-Unternehmens SAP zur Hälfte aus Frauen. Vorbildlich.

Dr. Ortrud Westheider gibt einen Einblick in ihre spannenden Aufgaben als Museumsdirektorin; z. B. wie sie die Ausstellungen konzipiert. Das Video zeigt auch, wie sich im rekonstruierten Neubau modernste Technik und alte Handwerkskunst in ästhetischer Weise ergänzen und so der Charme des historischen Vorbildes im neuen Gebäude bewahrt wird.

  1. Videonachweis: https://www.youtube.com/watch?v=CcTMbKYFhO4, Zugriff 1.5.19.

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