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Gerhard Richter. Abstraktion – im Museum Barberini

By MBS

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Abstraktion

im Museum Barberini1

Über Malerei reden, das hat keinen Sinn. Indem man mit der Sprache etwas vermittelt, verändert man es. Man konstruiert solche Eigenschaften, die gesprochen werden können, und unterschlägt die, die nicht ausgesprochen werden können, die aber immer die wichtigsten sind. 

Dieses Zitat von Gerhard Richter konnte jeder Kunstinteressierte zum Anlass nehmen, DIE Ausstellung des Jahres in Berlin Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini in Potsdam bis zum 21.10.18 zu besuchen.

Nur im Original faszinierten seine Bilder mit allen Eigenschaften die Sinne. Denn nur das Bild A B, Still, 1986 gehört zur ständigen Sammlung des Barberini; die anderen waren Leihgaben, die aus aller Welt für diese umfassende Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Die 94 Werke verdeutlichten anschaulich, dass Abstraktion die Leitidee ist, die sich durch das gesamte Werk von Gerhard Richter zieht. So führte Gerhard Richter erst 2011 mit den monumentalen, bis zu zehn Meter breiten, computergenerierten Strips wieder ein neues abstraktes Bildkonzept in sein Werk ein. ©Fotos: MBS

Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion. Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst. Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini

Seine Form der Bildfindung aus Zufall und Manipulation hat er immer als einen Glücksfall für seine Arbeit empfunden: Bei meinen Bildern habe ich es eh immer mit dem Zufall zu tun und kriege gern etwas geschenkt. Ich habe das Gefühl, ich bekomme diese Bilder geschenkt. Wie wir es bei jedem anderen Bild, bei jedem Anblick überhaupt tun, wir suchen es ab nach Ähnlichkeiten mit Dingen und Zuständen, die wir kennen und gespeichert haben. Und natürlich gibt es bei völlig ungegenständlichen Bildern unzählig viele Stellen, die uns an irgendwas erinnern, die irgendwas ähnlich sind. Gerhard Richter

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Bild oben im Hintergrund rechts: Mein Muschel-Engel, 1986 ©Sam Francis @Museum Barberini

Gerhard Richter gilt als der klassische Maler, weil fast sein gesamtes Werk aus Ölfarben auf Leinwand gemalt ist. Und auch hier ist es das Bild, das Gerhard Richter interessiert.

Bei seinen Installationen sind es die Motive, die sich in den Glasscheiben erzeugen: Reflexionen, Durchblicke und Spiegelungen, die sich überlagern. 

Dr. Dietmar Elger, Kurator

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auf der Pressekonferenz.

Foto©Helge Mundt

Gerhard Richter wurde 2004 in einem Interview gefragt, was er in einem Spiegel sehe: Mich. – Aber danach gleich das, dass er wie ein Bild funktioniert. Nur perfekter. Und genau wie ein Bild zeigt er etwas, was gar nicht da ist, wenigstens nicht da, wo wir es sehen.

1976 begann Richter die Werkgruppe der Abstrakten Bilder, die sich durch ihre komplexen, widersprüchlichen Strukturen von Formen und Farben deutlich von den früheren Abstraktionen unterscheiden. Nachdem Richter dem ersten Bild in der Reihe noch den Titel Konstruktion (389) gegeben hatte, entschied er sich später für die Bezeichnung Abstrakte Bilder. Er grenzt sie damit ausdrücklich von einer rein gegenstandsfreien Malerei ab, indem er seinen abstrakten Motiven immer noch ein gegenständliches Moment zugesteht, von dem die Bilder abstrahiert erscheinen.

Für eine Photoarbeit fertigte Gerhard Richter 128 schwarz-weiße Detailaufnahmen seines im selben Jahr gemalten Abstrakten Bildes (Halifax) (432-5) an; er hat das Gemälde geradezu kubistisch fragmentiert und anonymisiert. Durch die photographischen Details und das Schwarz-Weiß lassen sich die Motive nicht mehr als Ausschnitte einer Bildoberfläche identifizieren, sondern erscheinen als rekonstruierte Ansicht einer fremden kargen Landschaft.

Die Details selbst waren nicht so interessant, sondern dass ich sie landschaftlich sehen konnte, so als wäre es der Anblick eines fremden Planeten, den man betritt oder überfliegt. Gerhard Richter, 2013

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Sehen Sie im Video2 Impressionen der Eröffnungsveranstaltung.

Er ist nicht nur der teuerste deutsche Künstler, sondern auch ein Philanthrop: Gerhard Richter hat der Obdachlosenhilfe Asphalt/fiftyfifty zweckgebunden 18 Bilder gestiftet. Mit dem Erlös finanziert der Fonds Housing First rund 100 Wohnungen für Obdachlose.

  1. Bild im Hintergrund: Strip (930-4), 2013/2016 ©Gerhard Richter @Privatsammlung
  2. Videonachweis: https://www.youtube.com/watch?time_continue=20&v=iOt5SrsXnq8, Zugriff 1.8.18.

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