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art berlin 2018

By MBS

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Fair for Modern and Contemporary Art 2018

In zwei Hangars des ehemaligen Flughafen Tempelhofs präsentierte die art berlin 120 Galerien, von denen die eine Hälfte aus Berlin, die andere Hälfte aus zwanzig Nationen kam. Einige der etablierten Galerien wie König zeigten mehrere Künstler, andere wie Blain|Southern konzentrierten sich auf einen klangvollen Namen wie den von Wim Wenders. Dieses Jahr unterstützte auch Kultursenator Klaus Lederer die Art Week mit einer Förderung durch den neuen Festivalfonds in Höhe von 300.000 €, nachdem schon Wirtschaftssenatorin Ramona Popp die Art Week bezuschusst. Das verdeutlicht, welchen kulturellen Einfluß auch die Politik diesem Kunstevent zu misst. Denn für viele auch internationale Galerien von Rang und Namen ist die Art Week Berlin der Pflichttermin der deutschen Kunstwelt. ©Fotos: MBS

Weniger finanzstarke Künstler konnten sich dieses Jahr auch im Salon-Format präsentieren. Unter der Bezeichnung stellt man sich aber nicht ein dicht gedrängtes Labyrinth mit wenig Entfaltungsraum vor; da ist für die Art der Präsentation im nächsten Jahr sicher noch Luft nach oben. Weniger Geld für Ausstellungsfläche zu bezahlen sollte nicht Zellenästhetik bedeuten; da bedarf es dann kreativerer Raumgestaltung. Frei entfalten konnte sich hingegen das Werk einer der bekanntesten deutschen Malerinnen: Cornelia Schleime. Sie zeigte eine ihrer poetischen Portraitwerke:

Bild oben: Flieg Vogel flieg, 2018 ©Cornelia Schleime @Galerie Michael Schultz. Acryl, Asphaltlack, Sand, Schellack auf Leinwand

Bild oben: An Invitation to disappear – Seruyan, 2018 ©Julian Charrière @Dittrich & Schlechtriem. Pigment Print on Aludibond

Der Preisträger des GASAG Kunstpreises 2018 Julian Charrière zeigt parallel in der Berlinischen Galerie eine multimediale Rauminstallation über die Auswirkungen der Atomwaffentests auf dem Bikini-Atoll. Er thematisiert in seinen Arbeiten den zerstörerischen Einfluß des Menschen auf einst paradiesische Natur.

Bild oben rechts: Architektur der Zeit, 2017 ©SEO @Galerie Michael Schultz. Acryl, Papiercollage auf Leinwand

Tacita Dean arbeitet mit der Photogravur-Drucktechnik: Ein Photopositiv wird auf eine Druckplatte gebracht, indem sein lichtempfindliches Material durch einen fein gerasterten Film belichtet wird, was zu mikroskopischen Vertiefungen in der Plattenoberfläche führt. Diese enthalten unterschiedliche Tintenmengen und ermöglichen so eine umfangreichere Farbabstufung als bei jeder anderen Drucktechnik.

Bild oben: Quarantania, 2018 ©Tacita Dean @Niels Borch Jensen Gallery. Photogravure, 7 panels

Skulptur unten links: Arriving with two new friends ©Per Dybvig @Galleri Opdahl

In der Ausstellung An Invitation to Disappear des Schweizer Künstlers Julian Charrière erhellt farbiges Licht die dunkle Nacht in einem dicht bestellten Palmacker. Die Allgegenwärtigkeit des Stoffes Palmöl findet ihre Analogie im Desinteresse der Konsumenten an dessen Gewinnung.

Bild unten: An Invitation to disappear – Tenggarron, 2018 ©Julian Charrière @Dittrich & Schlechtriem. Pigment Print on Aludibond

Shannon Finley schichtet unzählige durchscheinende Lagen Acrylfarbe in rein geometrischen Formen auf die Leinwand.

Die Wirklichkeit zerfällt wie in einem Kaleidoskop in buntes Leuchten und erinnert an die technoide Welt von Metropolis und die groben Pixel der frühen Computerspiele.

Bild oben rechts: Guardian, 2018 ©Shannon Finley @Galerie Walter Storms. Acryl auf Leinwand

In den künstlerischen Arbeiten des passionierten Wanderers Ondrej Drescher, einem Meisterschüler von Neo Rauch, finden sich Hochgebirge häufig als Motiv wieder.

Bild oben: ©Ondrey Drescher @Galerie Zink. Öl auf Leinwand

Bild unten links: Chief Medicine Crow, 2017 ©David Nicholson @Galerie Michael Haas. Öl und Kohle auf Leinwand

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Bild oben links: Composition, 2017/18 ©Kyungah Ham @carlier | gebauer

Der amerikanische Fotograf, Video- und Installationskünstler Toni Oursler projiziert mit Videobeamern Gesichter oder ganze Körper und verbindet sie mit theatralischen Monologen. 

Installation oben: 𝗉𝖴#\*𝖼, 2016 ©Tony Oursler @Galerie Hans Mayer. Holz, Beamer, Ton

In diesem Stil kreierte Tony Oursler auch das Video zu David Bowies Song Where Are We Now?

Bild oben rechts: Miladin, 2018 ©Jelena Bulajic @carlier | gebauer

Wie vielschichtig das Œuvre von Wim Wenders ist, zeigte 2018 nach C/O Berlin nun auch Blain|Southern mit den Polaroid-Arbeiten des Regisseurs. Für ihn fungieren sie als soziales Medium und Notizen für seine Filmprojekte.

Bild oben: Early Works: 1964 – 84: Wasserfall in Island ©Wim Wenders @Blain|Southern

Für Wenders sind Polaroids, heute auch Smartphone-Bilder wie für den französischen Philosophen Baudrillard ein Spezialeffekt unserer Zeit: Das ist auch die Ekstase des Polaroids, fast gleichzeitig den Gegenstand und sein Bild zu erhalten… die optische Materialisierung eines magischen Prozesses… Das Polaroid ist wie ein vom realen Gegenstand abgefallener Film.

Bild oben rechts: Farbkreis, 2018 ©Jay Gard @Sexauer Gallery. Holz, Acryl

Corinne Wasmuhts Bilder strahlen, wenn das Licht die Farben reflektiert. Für diesen Effekt bringt die Künstlerin bis zu 180 Schichten Ölfarbe übereinander auf, die zahlreichen Facetten zeigen Fragmente urbaner Umgebung. Die panoramaartigen Bilder mit ihren vielen perspektivischen Verzerrungen bieten dem Betrachter eine Fülle von Informationen.

Bild oben: Ezeiza, 2003 ©Corinne Wasmuht @König Galerie. Öl auf Holz

Bild unten links: ©Andreas Chwatal @Galerie Jo van de Loo

Josef Hoflehner nimmt eine Landschaft und verwandelt sie in Kunst, indem er auf den richtigen Moment wartet und lange Belichtungszeiten benutzt.

In einer pulsierenden Aufnahme von New York isoliert er eine besondere Form von Stille und Schönheit.

Bild oben: New York, New York, 2014 ©Josef Hoflehner @Galerie Ruzicska. Archival Pigment Print

Bild unten rechts: pulpo, 2016 ©Peter Zimmermann @Samuelis Baumgarte Galerie. Epoxid auf Leinwand

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Bild oben links: Kinderspiele, 2009 (Detail) ©Kerstin Grimm @Galerie Michael Haas. Zeichnungscollage auf Papier

Die britische Bildhauerin Alice Channer ist bekannt für ihre Skulpturen und Mixed-Media-Arbeiten, die die Beziehung zu Objekten erforschen.

Bild oben: Soft Sediment Deformation, Full Body (Walnut Tree) 2018 ©Alice Channer @Konrad Fischer Galerie

Bild unten links: Erscheinungen #10, 2015 (Detail) ©Peter Piller @Capitain Petzel. Inkjet print on Aludibond

Christoph Ruckhäberle erarbeitet seine und unsere Schrägheiten im Bild, er nimmt für uns die Rolle des modernen Hofnarren ein.

Seine Bilder finden Widerhall in denjenigen Betrachtern, die ihre eigenen Unsicherheiten, ihre Entfremdung und Ambivalenzen in übersteigerter Intensität mit einem Hauch Witz dargestellt sehen.

Bild oben: Gaudiopolis, 2018 ©Christoph Ruckhäberle @Galerie Kleindienst. Lack auf Leinwand

Der dänische Künstler John Kørner arbeitet mit Malerei, Grafik, Installationen und Skulpturen; seit langem schon gehören starke Farben zu John Kørners Markenzeichen.

Bild oben rechts: Departure, 2018 ©John Kørner @Galleri Bo Bjerggaard. Acryl auf Leinwand

Ein weißes hochglanzlackiertes Segelboot-artiges Objekt von Cosima von Bonin ist auf dem Flugfeld Tempelhof gestrandet und auf die Seite gekippt. Besonders seetüchtig ist das Boot nicht, der Rumpf hat keinen Einstieg, der Mast kein Segel; so symbolisiert das Objekt 2018 sinnbildlich die oft tödliche Mittelmeerpassage vieler Flüchtlinge. 

Bild oben: Anschauungsobjekt, 2001 ©Cosima von Bonin @Galerie Neu

Bild unten links im Hintergrund: Zargala, 1996 ©Emil Schumacher @Galerie Georg Nothelfer. Mixed media, canvas, wood

Skulptur oben rechts: Sputnik, 2018 ©Cristian Răduță @Nicodim Gallery. Aluminum, Autolack, Stahl

Chen Yongliangs Malerei enthüllt eine intrinsische Vorstellung von Zeit und zeigt oft Objekte und Szenen aus dem Alltagsleben, die ein Gefühl der Nostalgie erzeugen. Der bewusste Einsatz von Licht und Schatten betont die zeitlose Schönheit seiner Bilder. Obwohl diese Stillleben Statisches abbilden, erscheinen sie besonders lebendig.

Bild oben: Getting Old 2, 2015-16 ©Chen Yongliang @Aurel Scheibler. Öl auf Leinwand

Dir Berliner Künstlerin Friederike Klotz beschäftigt sich u. a. in Schichtzeichnungen auf Acrylglas mit utopischen und dystopischen Entwürfen einer Zukunft der Menschen, ihrer Städte und der Erde.

Bild oben rechts: Schichtzeichnung ©Friederike Klotz @M+R Fricke. Acrylglas, Marker, Gewindestangen, Muttern

Das Video1 zeigt weitere Impressionen von der Kunstmesse art berlin 2018:

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  1. Videonachweis: https://www.youtube.com/watch?v=O3i-eP5I7tM, ©VernissageTV, Zugriff 20.10.2018

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